
Die bullige Woche vom 24.-31.Mai 2003 !
Die ganze Woche sehr gutes Wetter, wir hätten die Regenklamotten glatt zuhause
lassen können (aber man weiss ja nie).
Alles Wiederholungstäter, von links:
Peter, Karin, Nolla, Stephan, Gion (sitzend)
Bastardi ?
Ja, so wurden wir genannt, als wir auf
der Abfahrt hinter dem Rifugio Graziani eine Gruppe von italienischen Bikern überholten. Die nahmen das gar nicht
sportlich auf, wir hingegen verstanden den Titel als Auszeichnung.
Danke.
Tja, was soll ich sagen, diesmal musste ich wohl ziemlich hinterher fahren (zumindest aufwärts). Klar, Gion fährt immer noch in einer anderen Kategorie, aber auch Karin und Peter zeigten mir das Hinterrad. Als Strafe für Karin veröffentliche ich hier ein zensuriertes Bild von Ihr: Klick hier.
Am Donnerstag (Auffahrt) trafen für unsere Verhältnisse definitiv zu viele
Biker am Lago ein.
Ein kleiner Trost bleibt, wenn so viele Biker unterwegs sind: Karin
kann Ihrem Lieblingshobby fröhnen:
Schnuckies zersägen. Sobald vorne irgend jemand
auf dem Trail sichtbar wurde, zog sie das Tempo an, um den anderen zu zeigen, wo
Ihr YETI hingehört.
Downhill konnte ich dann auch mitreden und es machte richtig Spass, in der
Abfahrt oberhalb vom Eisenkreuz im Spalier von stehenden (staunenden?) Bikern zu
zeigen, dass es auch fahrend geht, und das erst noch recht flott.
Gion hatte tatsächlich die Nerven mit einem
angerissenen Rahmen anzutreten. Aber sein einzigartiges handwerkliches Geschick
hat ihn vor dem Nachhause-Laufen bewahrt. Einfach ein paar Wicklungen Tape um
den Rahmen, so muss man zumindest nicht mit ansehen, wie der stetig weiter
reisst....

Aber so wie ich Gion kenne, wäre er notfalls auch ohne Sattelstütze im
Wiegetritt nach Hause gefahren.
Peter hat sich ganz besonders exponiert. Er hat einen Knallkörper mit auf die Touren genommen. Nein nicht chinesisches Feuerwerk, sondern seinen Pneu am Hinterrad (Specialized Team Control S-Works Tubeless). Mitte Woche hat sich während der Fahrt auf der Lauffläche plötzlich eine faustgrosse Blase gebildet, und Sekunden später hat sich der Pneu mit einem beeindruckenden Knall verabschiedet. Reparieren ? Kein Problem. Dachte er. Was aus der Satteltasche als Ersatzschlauch zum Vorschein kam war leider ein Rennradschlauch (ist Peter heimlich auf Abwegen??). Deshalb: Kontrolliere jeden Ersatzschlauch, den Du nach dem Ausleihen von einem "Kollegen" zurück erhältst.
Nolla hatte als einziges Tagesziel jeweils den Aperitiv um 17:00Uhr (=T)
vor Augen. So hat sich eine denkweise mit relativen Zeitangaben eingeschlichen,
und auch eine gewisse Bange um das Tagesziel, als wir um T-1h immer noch auf dem
Monte Caplone waren.
Zwar standen auf der Wunschliste viele bereits erlebte Klassiker, aber schlussendlich haben wir doch einige neue Touren ausprobiert, und es hat sich gelohnt.
Die
Neue Gondelbahn zum Monte Baldo ist wirklich grosszügig angelegt. Die
Bergfahrt mit Bike kostet 16 Euro. In einer Gondel werden keine Biker und
Wanderer gemischt, aber morgens um 8:00 waren ohnehin keine Wanderer da.
Am Corno della Paura geniessen wir die herrliche Aussicht. Ja, genau dort unten gedeiht der Cabernet Sauvignon aus dem Hause Vallarom.
Die Strecke hat zwar 1000m mehr abwärts als aufwärts, aber dennoch zieht
sich das in die Länge. Besonders, wenn man an jeder Ecke ein Pic-Nic
veranstaltet.
Trotzdem sassen wir bereits um T-1:30 in Trobole beim Bier (Centrale).