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Scalettapass - Kesch

 

Diesen warmen Herbsttag wollte ich nutzen, um vor dem Schneefall nochmals eine alpine Tour zu unternehmen. Das Auto habe ich in Filisur abgestellt, die Rhätische Bahn hat mich und mein Bike nach Davos-Platz gebracht, also nochmals etwas Zeit für die Vorfreude.

Blick zurück Richtung Davos

 

Die ersten paar km von Davos Richtung Dischma-Tal waren noch bitterkalt, auf der Schattenseite  noch kaum über 0 Grad. Aber mit dem sanften Einstieg ins Tal und den Sonnenstrahlen kam der Körper langsam auf Betriebstemperatur.


 

 

Die Strasse bis Dürrboden ist sehr angenehm und die Herbstfarben am Wegrand sorgen für das erste Highlight.


Dischma Tal 

Eigentlich zu schade, hier einfach nur vorbei zu fahren.


Scalettapass, 2606 müM 

 

 

 

Kurz hinter Dürrboden beginnt dann der Ernst im Bikerleben. Zuerst noch fahrbar wir der Weg aber immer steiler und anspruchsvoller. Ich schiebe etwa die halbe Strecke bis auf den Scalettapass (2606 müM).

Oben angekommen eröffnet sich der Blick nach Süden und das Alpencross-Fernweh bedrängt mich wieder. 

 

Alp Funtauna 

Die Abfahrt zur Alp Funtauna ist zuerst noch recht verblockt, aber in der unteren Hälfte echter Genuss. Bei der Alp muss man sich entscheiden: entweder weiter südwärts durch das Val Susauna ins Engadin, oder wieder aufwärts Richtung Kesch. Ich hab noch nicht genug geschoben, entscheide mich also für rechts/aufwärts.


Val Funtauna 

Auf dem Scalettapass waren von Süden her einige andere Biker unterwegs, aber  das Val Funtauna habe ich jetzt für mich alleine. Sehr einsam, und gerade deswegen so schön, zieht sich das Weglein zuerst fast flach und gut fahrbar ins Tal hinein. Die hintere Hälfte ist dann wieder steiler und häufig mit Steinen versperrt, also wieder etwas für Fussgänger. Das letzte Murmeltier pfeift aufgeregt, als ich auftauche, der Rest seines Clans hat sich wohl schon für den Winterschlaf gebettet.


SAC Hütte Kesch, 2632 müM 

 

Ich bin froh, oben bei der SAC-Hütte Kesch (2632müM) anzukommen, denn so nach gut 4 Stunden unterwegs macht sich ein leichtes Leeregefühl im Bauch bemerkbar. Der Hüttenwart dieses supermodernen Berghauses ist gerade dabei, die Bänke von der Terasse wegzuräumen, in Erwartung des Schneefalls von morgen. Ein gemischtes Marend-Plättli mit Käse, Salsiz und Speck, dazu ein saurer Most geben mir wieder Kraft für den Rest der Tour, die Welt ist in Ordnung.

 

 

Die Belohnung für die Mühen des Aufstiegs folgt mit der Abfahrt nach Chants und durchs Val Tuors nach Bergün. Ein gut ausgebauter Weg, den der Hüttenwart mit seinem "Haflinger" fährt (ein sehr kleines 4x4 Vehikel, stand früher in den Diensten der Schweizer Armee). Unten kurz bevor man in die Fahrstrasse mündet wirds allerdings nochmals sehr steil, da wundere ich mich schon, wie das mit dem 4x4 sein muss. Mit dem Bike aber ist das kein Problem.

anhalten und ganz tief im Bewusstsein aufnehmen 

 

 

 

 

 

 

Indian Summer !

 

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