
Der Pulsmesser ist ein hervorragendes Instrument. Er zeigt an, wie hart ich
fahre, fast wie der Drehzahlmesser im Auto. Dieser hat einen roten Bereich, und
genau so ist es auch mit dem Puls. Aber wo beginnt dieser rote Bereich ? Ist er
da, wo ich beinahe vom Bike falle ? Ist er da, wo die Beine schmerzen ? Ist er
da, wo eine allerweltsformel à la "220-irgendwas" errechnen lässt ?
Am besten lässt sich das mit einem Conconi-Test (diesen führen Sportärzte und Fitnesscenter durch)
ermitteln. Dieser Test gibt eine wichtige Pulsschwelle an, nach welcher sich die
Trainingsbereiche (intensiv, extensiv) ableiten lassen. Dieser Schwellenpuls ist
sehr persönlich und kann weder mit Kollegen verglichen, noch aus einer
Faustformel berechnet werden.
ausserdem
die Anzeige eines Durchschnittspulses.Unter Trainingskontrolle verstehe ich die Antwort auf die Frage "was hat mir das Training gebracht", und nicht auf die Frage wieviel, oder wie intensiv habe ich trainiert.
Für diese Auswertung habe ich mir eine ganz eigene Methode zugelegt:

Was diese Grafik nicht zeigt, ist die Kapazität, also "wie lange kann ich die Leistung X aufrechterhalten". Was nützt es meinem Sprinter-Kollegen, dass er bei gleicher Intensität 40 Watt mehr bringt, aber bereits nach 2 Stunden schlapp macht, wo eine richtig schöne Tour doch 3 Stunden oder länger dauert.
Den Trainingsaufwand zeichne ich ebenfalls auf. Dazu sind mir folgende Daten wichtig:
Aus Distanz und Höhenmetern berechne ich eine Art Arbeitspunkte
: 1 km = 1 Punkt, zusätzlich 20 Höhenmeter = 1 Punkt. So ergibt z.B. eine Tour
mit 65km und 500 Höhenmetern total 90 Punkte.
Berechnete Daten :
Alle diese Daten trage ich in EXCEL ein und werte sie grafisch aus.
Eine
vorbereitete EXCEL-Mappe zum Download
für Deine eigene Auswertung, 112KB.
Mit der rechten Maustaste auf das Symbol klicken und Ziel
speichern unter ....

X-Achse=Datum, ganzes Jahr
Y-Achse=Arbeitspunkte (obere Kurve)
resp. Punkte/h (unten)
Auswertung zeigt mit der blauen Zackenlinie alle Trainings. Je höher, desto
mehr Arbeitspunkte (langes Training). Die Spitze mit ca. 220 Punkten ist die
kleine Runde des SBM.
Die untere Linie zeigt die Arbeitspunkte pro Stunde jedes Trainings und die
ansteigende Ausgleichsgerade, welche auf die zunehmende Leistungsfähigkeit
hinweist, resp. auf die härter werdenden Trainings gemäss Trainingsplan.
Die Masseinheit Arbeitspunkte pro Stunde ist gleichzeitig ein Mass für die Intensität, resp. die Leistung, wenn auch noch der Puls berücksichtigt wird. Somit habe ich den Überblick über meinen momentanen Trainingsstand, ohne dass ich einen Maximaltest machen muss. Die Messstrecken könnte ich jederzeit schneller fahren, aber das ist nicht nötig, weil ich die gefahrene Zeit immer in Relation zum Puls notiere.