
Nationalpark MarathonAm Swiss Bike Masters hatte ich nun schon 7 mal teilgenommen, und es stellt nicht mehr die selbe Herausforderung dar, wie in den Anfangsjahren. Da kam der 1. Nationalpark Bike Marathon genau richtig. Da ich mich aus rein praktischen Gründen (Startort=Zielort) für die Grosse Runde angemeldet (138km, 3800Hm) hatte, mussten natürlich noch einige Trainingsstunden abgespult werden, aber es hat sich gelohnt !
Die Steigungen der ersten 3 Pässe sind sehr sanft, auch die zu überwindende
Höhe ist angenehm. Wie immer zieht das Feld beim Start an mir vorbei, aber was
solls, der Tag ist noch lang..
So nach einer Stunde haben wir einen guten Rythmus gefunden, und wir geniessen
tatsächlich eine herrliche Bike-Tour. Die Strecke führt durch einsame Hochtäler,
im Singletrail Ausgangs Val Mora waren wir beinahe alleine unterwegs, so weit
hatte sich das Feld auseinander gezogen.
Ich hatte ja sozusagen meinen "Hof-Fotografen" Gerd dauernd um mich herum. Deshalb habe ich das Glück, dass ich hier alles Fotos vom Rennen präsentieren kann.

Der 4. Pass (Chaschauna) ist dann etwas
für Fussgänger (ausser man heisst Gerd oder ist sonst irgendwie Weltmeister).
Hinten runter zuerst gleich nochmals schieben.
Aber dann geht's richtig los. In der sehr
schnellen Abfahrt nach S-chanf schiesst mir Adrenalin ins Blut, und plötzlich
kommt Rennfieber auf. Irgendwie glaube ich, könnte ich es noch unter 10 Stunden
ins Ziel schaffen, und so gebe ich Gas. Der Schwalbe Fast Fred läuft
sensationell (ich war den ganzen Sommer mit fetten ENDURO 2.2ern unterwegs).
Beinahe 50km das Engadin hinunter, Kopf runter, rasen....
Der letzte Aufstieg nach Ftan ging viel leichter als erwartet, schliesslich
hatte ich mich nochmals auf einen BERG eingestellt.

Oben in Ftan angekommen, meinten wohl die meisten Teilnehmer, es folge nun nur noch eine gemütliche Abfahrt ins Ziel, aber immer und immer wieder zeigte die Strecke aufwärts, den einen oder anderen Biker hörte ich fluchen. Aber ich hatte einfach nur noch Freude und drückte diese Gegensteigungen durch.
Auf der Brücke hinüber zum Zielgelände hätte ich vor Glück heulen können.
Auf Peter's homepage sind noch viel eindrücklichere Bilder von dieser phantastischen Gegend zu finden.